Der elektronische Danewerk

Thursday, 30. November 2006, 22:17 Uhr

Nach den Chinesen dürfen auch unsere nördlichen Nachbarn, die Dänen Netzzensur genießen. Ein Hoch! auf die freie Zugänglichkeit von Informationen.

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Ansteckgefahr

Monday, 27. November 2006, 23:15 Uhr

Über das Album Welcome to the Beautiful South von The Beautiful South schreibt Wikipedia:

Jan Saudek’s album cover originally depicted two pictures, one of a woman with a gun in her mouth, and another with a man smoking. The cover was banned by Woolworths because they thought it might cause people to take up smoking; the picture of the woman with a gun in her mouth also offended. So a second cover was made, depicting a fluffy bunny rabbit and a Teddy bear.

Und diese Entscheidung war gut: Es gibt sicherlich viele Menschen, die beim Anblick des ursprünglichen Titelbildes sofort mit dem Rauchen angefangen hätten. Die idyllische Atmosphäre mit der im Selbstmord begriffenen Dame zur Linken lädt ja gerade dazu ein … Nun ja, wenigstens zeigt das Alternativtitelbild ein deutliches Gespür für Zynismus.

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Und wieder ein Stasiopfer

Saturday, 25. November 2006, 14:58 Uhr

Die Netzversion von ZDF heute enthüllt Schockierendes: Horst Köhler (dieser, nicht jener) ist über Jahre hinweg von der Stasi bespitzelt worden. Das überrascht und stimmt nachdenklich zugleich. Oder auch nicht.

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13. Platz in Sachen Demokratie für Deutschland

Friday, 24. November 2006, 11:35 Uhr

Im The Economist Intelligence Unit’s index of democracy belegt Deutschland den 13. Platz. Angeführt wird die Liste von Schweden, Island und den Niederlanden. Auf dem vierten Platz folgt Norwegen. Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich geraten mit dem 17. und 23. Platz eher ins Hintertreffen, vor allem wenn man deren Ambitionen bedenkt. In den Kommentaren beim entsprechenden Aftenposten-Artikel wird zu Bedenken gegeben, daß die Bürokratie (in dem Fall in Norwegen) die Demokratie schwäche. Nun, Bürokratie findet sich in jedem Land – Und in einem totalitären Regime ist sie sicher noch schlimmer als in einer Demokratie. Interessanterweise wird der Faktor Bürokratie in der Studie aber gar nicht berücksichtigt. Wohl zurecht, denn ohne kann ein »nicht anarchischer Staat« (Des Widerspruchs bin ich mir bewußt.) kaum funktionieren.

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Abschiedsbrief des Amokläufers

Thursday, 23. November 2006, 14:02 Uhr

Telepolis hat den Abschiedsbrief des Amokläufers Sebastian veröffentlicht:

Es ist ein Dokument, das die Motive und die Verzweiflung des 18-Jährigen deutlichen werden lässt, vor allem auch, dass es nicht wirklich um Killerspiele geht, wie manche Politiker dies meinen.

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Wulff kläfft brav mit/Gegenstimmen

Wednesday, 22. November 2006, 16:07 Uhr

Zwar kläfft Christian Wulff, seines Zeichens Ministerpräsident Niedersachsen, kärftig bei der Debatte um die »Killerspiele« mit, aber wenigstens widerspricht der nordrhein-westfälische Familienminister Laschet, der zudem auch noch ein Parteikollege Wulffs ist. Der Artikel weist aber noch auf eine viel interessantere Frage hin: Woher stammen die Waffen des Amokläufers?

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Lustiges Köpfeeinschlagen in Paris

Tuesday, 21. November 2006, 23:52 Uhr

Da fragt man sich wirklich, was falsch läuft, wenn Feuerwehrleute auf Polizisten losgehen. Vielleicht ist das aber auch nur ein Irrtum auf Seiten der Presse. Ich finde nämlich, daß es eher so aussieht, als würden die Feuerwehrmänner eine Polonaise tanzen und die Polizisten nicht mitmachen lassen wollen. Da würde ich wohl auch zum Schlagstock greifen.

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Vom Wessi lernen heißt Siegen lernen

Tuesday, 21. November 2006, 23:05 Uhr

Nun ja, zumindest ist ein Wessi aus dem Streit um das DDR-Ampelmännchen als Sieger hervorgegangen, wie bei bei SPIEGEL ONLINE zu lesen ist. Prima, damit steht der nächsten »Ostalgiewelle« ja nichts mehr im Wege!

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Amerikanische Sicht des Killerspielverbots

Tuesday, 21. November 2006, 22:32 Uhr

Auf der anderen Seite des großen Teichs scheint man einem Artikel bei Ars Technica nach, vernünftig zu denken:

What’s fascinating about the drive to ban video games is that Bosse’s decision to take his own life this way had so little to do with gaming. It had to do with alienation, despair, and hatred. How do we know that? He left a note.

…, it’s clear from his notes that Bosse’s problems weren’t simply a result of playing too much Doom. Jumping to the conclusion that violent video games should be banned altogether …, and that games such as paintball and lasertag should also be outlawed, is hardly the solution to a complex problem.

After all, if media and gaming is to blame for such behavior, what are we to make of two men who robbed the house and slaughtered a family in 1950s Kansas (the murder was the subject of Truman Capote’s In Cold Blood)?

Und was lernen wir daraus?

Games might be a factor, but they’re only one among many. Violence is a sad staple of human existence, and has been forever. What happened in Emsdetten was a tragedy, and one that hopefully gets people to think about the effects on their own lives of the media that they consume. But attempting to stop alienated and hopeless people from harming themselves and others by outlawing Counter-Strike and paintball is unlikely to work.

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Warum das Mac OS weniger Angst vor Viren haben muß

Tuesday, 21. November 2006, 20:05 Uhr

John Gruber von Darin Fireball setzt sich in Jackass of the Week: Larry Seltzer mit dem eWeek-Artikel The Mac Landscape: Full of Empty Threats? und der darin gestellten Frage auseinander, warum das Mac OS praktisch null Prozent vom weltweiten Virenkuchen abbekommt, obwohl der Marktanteil zwischen zwei und drei Prozent liegt:

Second, given that Mac OS X has about 6 percent total market share in the U.S. and something like 2 or 3 percent worldwide, how come Mac OS X’s share of actual security exploits — not just potential vulnerabilities but actual malicious spyware, viruses, worms, adware, etc. — is effectively zero percent? That’s the real question.

Der Gedankengang dahinter ist wohl der folgende: Der Anteil an den Schädlingen muß (ungefähr) so groß sein wie der Marktanteil eines Betriebssystems an sich. Das mag theoretisch zutreffen. Wenn der Marktanteil aber wie mit den zwei bis drei Prozent des Mac OS verschwindend gering ist, ist das Betriebssystem einfach kein attraktives Ziel. Bei einem Marktanteil zwischen zehn und 15 Prozent und vielleicht gar schon ab fünf Prozent ist es allerdings wie bei den Wahlen: Das Betriebssystem scheitert in Sachen Schädlingsattraktivität an der Fünf-Prozent-Hürde.

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