Taschengelderhöhung

Thursday, 21. December 2006, 0:25 Uhr

Das Pentagon würde sich sehr über gut 100.000.000.000 US-Dollar mehr Taschengeld für die Cowboyspielchen im Irak freuen. (Ja, das sind einhundertmilliarden.) Bisher wurden dort rund 350.000.000.000 US-Dollar verbraten. Zum Vergleich: Vier Becher Ursi-Pudding mit Sahne (Neu im Sortiment!) kosten bei ALDI Nord € 0,99. Mit dem zusätzlichen Taschengeld, daß das Pentagon im Irak verballern will, könnte Bush also alternativ 318.769.549.538 Becher Sahnepudding kaufen (Mengenrabatt nicht mit einbezogen!). Bei einer Weltbevölkerungszahl von geschätzten 6.567.532.815 (Stand 21. XII. 2006, 00:18 Uhr) sind damit 48 Becher für jeden einzelnen Menschen garantiert. Wenn man davon nun diejenigen abzieht, die keinen Sahnepudding mögen, kann man vielleicht sogar mit 50 für die übrigen rechnen. Noch besser wäre es natürlich, wenn alle, die sich Sahnepudding leisten können, auf dieses Geschenk von Onkel George W. verzichten – So könnten nämlich alle Becher direkt an die hungerleidende Bevölkerung, z. B. in der Dritten Welt gehen. Der Vorteil dieser Möglichkeit liegt auf der Hand: Niemand würde verletzt werden. Schließlich bräuchte man nur noch eine exorbitant große Anzahl Kühlschranke – Aber da zieht Bush sicher gerne noch einmal die Spendierhosen an.

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Noch immer nicht genug

Thursday, 21. December 2006, 0:01 Uhr

Es scheint fast, als hätten die Dänen noch immer nicht genug. Nachdem sie zuvor bereits mit Mohammedkarikaturen die muslime Welt gegen sich aufgebracht hatten, veröffentlichten sie nun eine Anzeige in einer teheraner Zeitung, die den iranischen Präsidenten diffamieren. Was zunächst wie ein Unterstützungsappell für Ahmadinedschad aussieht, entpuppt sich als geschickte Beleidigung: Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Phrasen, die zur Unterstützung des Präsidenten aufrufen, ergeben zusammengenommen das englische Wort swine. Die norwegische Aftenposten hat den Wortlaut der Anzeige (Hervorhebungen von mir):

Support the Fight Against Bush.
We are also tired of Bush.
Iran has the right to produce nuclear energy.
No USA agression against any country.
Evil US military stay home.

Clever ist diese Aktion aber durchaus – Auch wenn die Dänen sich damit nicht unbedingt viele Sympathien eingehandelt haben werden.

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»Kleiner Denkanstoß«

Monday, 18. December 2006, 15:26 Uhr

Eine gewisse Kerstin H. hat der TITANIC einen kleinen Denkanstoß gegeben. Grund dafür war, daß ihre Schwester unter den indirekten Folgen mangelnden Satireverständnisses des Amoklauf-Ankündigungsformulars zu leiden hatte. Dieser Frevelschrieb, der ein Kapitalverbrechen wie Mord … indirekt befürwortet hat nämlich die ganze Lehrer- und Schülerschaft in Aufruhr versetzt. Nun gut, sehen wir das als Beweis dafür an, daß die Leute nicht alles, was sie lesen, auch verstehen.

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Schule und Polizei laufen Amok

Sunday, 17. December 2006, 17:41 Uhr

Stadtische Schule und Polizei in Bad Laasphe haben ihr ausgeprägtes Ironieverständnis unter Beweis gestellt, indem sie ein nicht auf den ersten Blick als Satire erkennbares Amoklaufandrohungsschreiben der TITANIC als einen schlechten Scherz entlarvt haben.

Oder ist die Sache doch ein wenig anders verlaufen?

Vielen Dank an Niklas für den Hinweis!

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Neues aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten

Thursday, 14. December 2006, 11:56 Uhr

In Waco im US-Bundesstaat Texas sieht sich ein Schüler mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert. Zunächst mag das leider wenig verwunderlich erscheinen; wenn man allerdings das Alter des Übeltäters berücksichtigt, mögen einem Zweifel an der Legitimität des Vorwurfs kommen: Der mutmaßliche Perversling ist erst vier Jahre alt. Da mag man sich nun fragen, was ein Vierjähriger tun kann, daß es ihm als sexuelle Belästigung ausgelegt werde. Die Tat besteht darin, daß der Vorschüler beim Umarmen einer Schulangestellten deren Brüste mit seinem Kopf berührt hat. So ein abartig gestörtes Sexualverhalten.

Wie ich gerade durch eine Gruppe von ABC-Schützen gehe, steigt die Angst vor einem Übergriff in mir auf. Obacht, lüsterne Triebtäter im einstelligen Alter lauern überall!

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Neues von der Front der tyrannophilen Zensurfreunde

Wednesday, 13. December 2006, 13:12 Uhr

Uwe Schünemann, seines Zeichens derzeitiger niedersächsischer Innenminister sähe es gerne, wenn die willkürliche Zensur mutmaßlicher Killerspiele noch drastischer ausfiele als bisher geplant. Dieser Idee nach würden in Zukunft diejenigen, die ein Aufbaustrategiespiel wie Command & Conquer vertreiben doppelt so hart bestraft wie jene, die ein Video, daß die reale, blutige und grausame Verstümmelung von Menschen darstellt, bestraft.

Wahrscheinlich aber hat Schünemann sich nur ungeschickt ausgedrückt. Was er eigentlich sagen wollte, war folgendes:

In Zukunft nimmt jeder, der Computerspiele herstellt, vertreibt, usw., automatisch an einem Gewinnspiel teil. Der Hauptgewinn ist ein 24monatiger Hotelaufenthalt mit Vollpension. Die Gewinner werden allerdings noch notgedrungen nach dem Zufallsprinzip gezogen, da die genaue Definition von Killerspielen unklar ist, und auch Spiele darunter zu fallen scheinen, die wenig mit Gewaltdarstellung zu tun haben. Natürlich ist dies ein Vorzug für die Teilnehmer, da so deren Gewinnchance erhöht wird.

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Bankkunden sollen für eigene Fahrlässigkeit selbst haften

Thursday, 7. December 2006, 14:55 Uhr

Im Artikel Das Ende der Kulanz? auf ZDFheute Nachrichten wird ein Fall von Betrug durch sog. Phishing beschrieben. Ein Bankkunde wurde hierbei um € 4.800 erleichtert. Er hoffte auf Kulanz seitens der Bank, doch diese zeigte sich hart. Der Ombudsmann entschied zu Gunsten der Bank.

Diese Entscheidung halte ich für richtig. Schließlich kann es nicht angehen, daß Banken für die Fahrlässigkeit ihrer Kunden zur Kasse gebeten werden.

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Mal wieder die Killerspiele

Tuesday, 5. December 2006, 21:30 Uhr

Der gute Günther Beckstein hat nun eine Diskussiongrundlage für die Debatte eines Killerspielparagraphen gegeben. Laut heise online lautet diese (auszugsweise) wie folgt:

Bislang ist die Verbreitung, die Herstellung oder das Zugänglichmachen von Darstellungen “grausamer oder sonst unmenschlicher Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnlichen Wesen” mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr belegt, wenn sich in ihnen “eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt”.

Der Haken daran: Nur wenige der derzeit erhältlichen und von Politikern als Killerspiele bezeichneten Spiele werden von dieser Formulierung berührt. Vor allem das immer wieder zitierte Counterstrike kann wohl kaum derartig klassifiziert werden.

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