Vorsicht bei der Bärentaufe II

Friday, 30. November 2007, 12:06 Uhr

Nun ist es doch tatsächlich geschehen: Die britische Grundschullehrerin Gillian Gibbons ist in der von SPIEGEL ONLINE als Teddy-Affäre bezeichneten Angelegenheit verurteilt worden. Weil ihre Schüler einem Stoffbären den Namen Mohammed gaben, muß sie nun für 15 Tage ins Gefängnis. Dabei ist die Sache noch verhältnismäßig günstig ausgegangen; im schlimmsten Falle hätten es eine Geldbuße, bis zu sechs Monate Haft und vierzig Peitschenhiebe werden können.

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Vorsicht bei der Bärentaufe

Tuesday, 27. November 2007, 16:18 Uhr

Weil sie zusammen mit ihren Schülern einen Stoffbären auf den Namen Mohammed getauft hat, soll eine britische Lehrerin im Sudan nun im schlimmsten Falle zu vierzig Peitschenhieben und einer Freiheitsstrafe verurteilt werden. Wegen Gottestlästerung.

Ob man die Strafe bei einem tatsächlichen Vorliegen von Gottestlästerung für angemessen halten würde, oder nicht, ist ja eine Sache – recht absurd wird die ganze Aktion aber, wenn man folgendes bedenkt (Wikipedia):

Mit seinen Varianten gilt Mohammed als der weltweit häufigste Vorname.

Wäre man jetzt konsequent, hätte die islamistisch geprägte Justiz eine Menge damit zu tun, die Eltern all derjenigen zu verfolgen, die ihre Kinder ebenfalls auf den Namen Mohammed (oder auf eine Variante davon) getauft haben. Denn die haben damit ja ebenso Gotteslästerung begangen …

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Illegale Seriennummernverbreitung einmal anders

Tuesday, 13. November 2007, 10:28 Uhr

Wer wußte noch nicht, daß man Seriennummern und Konsorten zu kostenpflichtigen Programmen auf einschlägigen Seiten im Netz bekommen kann. Doch nun gibt es eine neue Anlaufstelle: eBay. Dort hat jemand, der sein Kind vielleicht irgendwann einmal John Doe nennen wird, doch direkt die gültige Seriennummer, die auf der Verpackung der in der Auktion angebotenen Kopie von Mac OS X 10.5 Server steht, dazugeschrieben. Kunst kommt von Können …

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Brutale Eltern

Monday, 12. November 2007, 16:50 Uhr

Es soll ja vorkommen, daß Eltern ihren Kindern lustige bis absurde und teilweise gar unverantwortliche Namen geben. Ganz arg hat es allerdings den armen vierjährigen Niedersachsen Max getroffen. Nun mag man sagen, Max sei doch gar kein amüsanter oder unverwantwortlicher Name; und dem kann ich nur zustimmen. Wenn die Mutter jedoch Jessica Mustermann heißt, dann wird aus dem harmlosen Max plötzlich ein Max Mustermann – und das ist dann doch befremdlich. Wie – fragt sich der Leser – können Eltern ihrem Kind absichtlich einen solchen Namen geben? Des Rätsels Lösung ist einfacher als zunächst vermutet: SPIEGEL ONLINE zitiert die Eltern selbst:

Uns war damals nicht bewusst, wie bekannt der Name ist.

Es ist dabei auch gut zu verstehen, daß jemand, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, noch nichts vom Musternamen Max Mustermann gehört hat … Insofern sollte die Überschrift vielleicht in Brutal einfältige Eltern geändert werden …?

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Das alte Spiel

Tuesday, 6. November 2007, 13:11 Uhr

Als ich die ersten Zeilen eines Artikels bei SPIEGEL ONLINE über das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Pakistan las, mußte ich schmunzeln: Kommt einem das nicht irgendwoher bekannt vor?

Der US-Präsident hat in Pakistan alles auf eine Karte gesetzt – und droht alles zu verlieren. Sein Freund Pervez Musharraf zeigt sich als machtversessener Diktator.

Hervorhebungen von mir.

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Abspenstige Gliedmaßen

Thursday, 1. November 2007, 21:57 Uhr

Daß es in den Vereinigten Staaten häufiger absurde Prozesse gibt, dürfte keine Neuigkeit sein. Ein Eigentumsstreit um ein amputiertes Bein, das in einem Ofen aufbewahrt wurde, ist dagegen selbst für amerikanische Verhältnisse außergewöhnlich …

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Die Zeichensetzung als hanebüchener Unsinn

Thursday, 1. November 2007, 11:23 Uhr

Im ZDF-heute-Artikel Der Tod als knallhartes Geschäft geht es darum, daß deutsche Leichenbestatter mittlerweile (auf Wunsch der Kunden) Verbrennungen und Beisetzungen im Ausland durchführen, um ihren Kunden günstigere Preise bieten zu können. Im Artikel wird diese Praxis als Leichentourismus bezeichnet. Das Wort ist so toll, daß ich es direkt als Unwort des Jahres 2007 nominieren möchte. Ein wenig Pietät scheint man bei der Redaktion vom ZDF dann ein wenig später wieder zu finden:

Um die Abwanderung zu verhindern und Krematorien weiter auszulasten, bieten Ruhrgebietsstädte Provisionen für Bestatter, wenn diese “ihre” Toten in kommunalen Einrichtungen verbrennen lassen.

Hui, gut daß man ihre in Anführungszeichen gesetzt hat …

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