Kleine Rauschhilfe
Monday, 31. December 2007, 17:23 Uhr
Die britische Regierung traut dem von ihnen regierten Volke scheinbar nicht zu, daß es seinen Alkoholkonsum an Silvester maßvoll gestalten könne. Besonders gefährdet sind laut Jean Collingwood (der Chefverantwortlichen) jugendliche, die gerade 18 geworden sind und demnach erstmalig am silvesterlichen Saufgelage teilnehmen können:
What many teenagers don’t understand is that the younger they are the quicker alcohol goes to work and fewer units need to be drunk in order to have an effect.
Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, daß besagte Bevölkerungsgruppe ohnehin recht wenig bis gar nichts versteht, wenn es um Alkohol geht. Und daran wird auch so ein doller Zehnpunkteplan nichts ändern – die Jugendlichen würden ihn schlicht und ergreifend nicht ernst nehmen.
In diesem Sinne: Guten Rutsch!
Wirre Sicherheitsvorschriften für Lithium-Ionen-Akkus
Saturday, 29. December 2007, 20:00 Uhr
Die Amerikaner haben sich mal wieder neue absurde Sicherheitsvorschriften für Fluggepäck ausgedacht: Lithium-Ionen-BombenAkkus dürfen ab 1. Januar 2008 nur noch eingeschränkt transportiert werden. Abgesehen von einer Einschränken der Gesamtmenge, die mitgeführt werden darf, sind in Zukunft keine losen Ersatzakkus mehr im aufgegebenen Gepäck zugelassen. Man darf wechselbare Akkus aber weiterhin sowohl im Hand- als auch im aufgegebenen Gepäck transportieren, wenn diese »verbaut« sind, und man darf sich auch weiterhin einzeln im Handgepäck mitführen. Das ist nicht nur an sich völliger Blödsinn sondern auch noch unglaublich inkonsequent. Welchen Sinn hat es, Wechselakkus im aufgegebenen Gepäck zu verbieten, sie im Handgepäck aber zu erlauben?
MacTechNews, die in ihrem Artikel zum Thema auf einen Artikel bei diefotoredaktion.de verweisen, sind in ihrer Berichterstattung übrigens gewohnt ungenau; sie behaupten:
Im aufgegebenen Gepäck dürfen sich aus Sicherheitsgründen keine Geräte mehr befinden, die über entnehmbare Li-Ion Akkus verfügen.
Das ist natürlich falsch, wie eine Lektüre der entsprechenden Informationen unter safetravel.dot.gov zeigt:
You may not pack a spare lithium battery in your checked baggage
…
Even though we recommend carrying your devices with you in carry-on baggage as well, if you must bring one in checked baggage, you may check it with the batteries installed.
Neue Tastatur von Art Lebedev
Saturday, 29. December 2007, 17:13 Uhr
Art Lebedev, die Russen, die auch hinter der vor Jahren angekündigten und bereits zigmal (zuletzt auf Anfang nächsten Jahres) verschobenen Optimus Maximus und hoffnungslos überteuerten, haben mal wieder ein neues Produkt angekündigt, Optimus Tactus genannt. Preis und Datum der Verfügbarkeit stehen noch nicht fest. Zwei Dinge sind jedoch schon jetzt klar: Der Verkauf wird noch mehrfach hinausgeschoben werden und der Preis zu hoch sein. Damit wäre zum Thema Optimus Maximus wohl alles gesagt.
Warum lauter nicht gleich besser ist
Saturday, 29. December 2007, 15:47 Uhr
Weil sich nicht nur die technischen Möglichkeiten im Studio ändern sondern auch die Hörgeschmäcker und Hörgewohnheiten, wird bei der Musikproduktion heute die Lautheit immer stärker erhöht. Wie und warum das passiert und was das für Folgen hat, erläutert der Rolling Stone:
Too much compression can be heard as musical clutter … You lose the power of the chorus, because it’s not louder than the verses … You lose emotion.
Die Jugend von heute III
Friday, 28. December 2007, 23:44 Uhr
Weil er seine Akte, die mit schlechten Noten durchsetzt war, aus dem Weg haben wollte, zündete ein 18-jähriger Wiesbadener diese einfach an. Dummerweise aber nicht nur die Akte selbst, sondern auch noch den Aktenschrank, in dem diese war. Und weil das noch nicht genug war, fing gleich die ganze Schule an zu brennen – Kollateralschaden sozusagen.
Und weil das nicht schon dämlich genug war, ließ er gleich noch einen Beamer und einen Tragrechner mitgehen. Das Diebesgut hat die Polizei selbstredend auch gleich in der Wohnung des Täters gefunden, nachdem jemand diesen angeschwärzt hatte. Fragt sich nun, wer dümmer war: Dieser Wiesbadener oder jener Frankfurter.
Sensationsjournalismus oder: Ein unblutiges Blutbad
Friday, 28. December 2007, 11:12 Uhr
Den Bericht zum Fall, in dem ein Münchner Vater Heiligabend seinen achtjährigen Sohn umgebracht hat, betitelt die Netzausgabe der Süddeutschen mit Blutbad nach der Bescherung. Wenn man jedoch wahlweise zuvor schon Artikel zum Thema oder aber den Schluß selbigen Artikels bei sueddeutsche.de gelesen hat, fällt einem dort ein gewisser Widerspruch ins Auge:
Wie der 43-jährige Mann seinen Sohn umgebracht hat, war am Mittwoch noch nicht eindeutig geklärt. … möglich ist …, dass der Vater seinen Sohn vergiftet hat. … Die Polizisten fanden Roman S. mit einer Plastiktüte über dem Kopf; neben dem Bett stand eine hüfthohe Gasflasche mit einem Verbindungsschlauch, der zu der Tüte führte. Die Flasche war allerdings nicht aufgedreht.
Apple-HGF aktualisiert
Thursday, 27. December 2007, 20:36 Uhr
Im Rahmen der Runderneuerung habe ich mich auch daran gemacht, die altbewährten Apple-HGF zu aktualisieren. Seit der letzten Bearbeitung derselben hat sich schließlich wieder einiges getan.
Runderneuerung
Thursday, 27. December 2007, 0:46 Uhr
Wie regelmäßigen und gelegentlichen Besuchern aufgefallen sein wird, macht das Grundsteinlego momentan eine Runderneuerung durch. Daher kann es in den nächsten Tage zu kurzen Aussetzern kommen.
Nachtrag: Die Suchfunktion ist nunmehr auch wieder verfügbar – sie versteckt sich hinter der kleinen Lupe oben in der Navigation.
Schärferes Vorgehen gefordert
Sunday, 9. December 2007, 15:17 Uhr
CIA-Affäre: Spekulationen über Mitwisser im Kongress:
Schon 2002 wurden demnach mehrere US-Abgeordnete und Senatoren von der CIA detailliert über US-Gefangenenlager im Ausland und über die Befragungstechniken der Agenten informiert, wie die “Washington Post” unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet. Den Kongressmitgliedern sei eine “virtuelle Tour” durch die Lager präsentiert und auch die umstrittene Verhörmethode des Unter-Wasser-Drückens erklärt worden. Dabei wird der Verhörte unter Wasser gehalten, bis er zu ertrinken glaubt.
…
Seinerzeit seien diese und andere Verhörtechniken bei den Zuhörern auf überwiegend positives Echo gestoßen, hieß es in dem Blatt. Mindestens zwei Kongressvertreter hätten die CIA sogar zu noch schärferem Vorgehen aufgefordert.
Die einzige Verschärfung, die mir da einfiele, wäre, den Verhörten solange unter Wasser zu drücken, bis er nicht mehr nur glaubt zu ertrinken …
Schäuble gegen Scientology
Sunday, 9. December 2007, 15:12 Uhr
Wolfgang Schäuble, paranoider Innenminister, warnt vor Scientology: Die Sekte strebe politische Macht an.
Es handle sich um eine verfassungsfeindliche Organisation.
Scientology ist also so etwas wie das Bundesinnenministerium.
“Wesentliche Grund- und Menschenrechte wie die Menschenwürde oder das Recht auf Gleichbehandlung sollen eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt werden”, warnte Schäuble vor der Scientology-Organisation.
Vorsicht ist also geboten – Scientology könnte die Persönlichkeitsrechte eines jeden einschränken und ein engmaschiges Überwachungsnetzt einrichten!

