Schlauer Schwede
Thursday, 31. January 2008, 23:30 Uhr
Viel schöner als die eigentliche Geschichte, nämlich die, daß ein Schwede seinen in der Scheidung befindlichen Schwiegersohn an einer Geschäftsreise in die USA hindern wollte, indem er ihn beim FBI als Al-Qaida-Terroristen anschwärzte, ist die Verteidigung des 53-jährigen Leif:
Er habe nicht gedacht, dass die US-Behörden »so dumm« sein und ihm glauben würden, … Er habe nicht ahnen können, »das die größte Demokratie der Welt so etwas tut«
Mal andersherum
Thursday, 31. January 2008, 15:42 Uhr
Die EU-Kommission, die sonst eher dafür bekannt ist, mit absurd strengen Gesetzen nicht nur lokales Brauchtum zu bedrohen, geht zur Abwechslung mal einen anderen weg – ihr scheint die lokale (in diesem Fall deutsche) Gesetzgebung zu Glücksspielen zu streng.
Ein Fall für »Precrime«?
Saturday, 26. January 2008, 15:07 Uhr
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter moniert den Verkauf von Mobiltelephonkarten nach dem Vorbezahlmodell, bei dem der Käufer nicht mit seinen Personendaten registriert wird (Hervorhebungen von mir):
Gesetzgeber und Ermittler würden mit der Vorratsdatenspeicherung nicht auf den gläsernen Bürger abzielen, sondern den gläsernen Straftäter wollen, verteidigte Albishausen die sechsmonatige Aufzeichnung der Nutzerspuren. Dies werde mit den anonymen Handykarten erschwert
Dumm nur, daß sich der Straftäter vom Bürger erst nach dem Verüben der Straftat unterscheidet. Es ist also gar nicht möglich, einen gläsernen Straftäter zu schaffen und dabei den gläsernen Bürger zu umgehen.
Effektive Eigenwerbung
Thursday, 24. January 2008, 21:13 Uhr
Für mobile Endgeräte mit Palm OS oder Windows Mobile gibt es ein neues deutsch-englisches Wörterbuch, das die Namen von Duden und Oxford trägt. Die hohe Qualität wird bereits im Werbetext deutlich:
Sind Sie ein deutscher Student? Es gibt ein neues Wörterbuch für dein Handy verfügbar.
Trojaner und Trachten
Thursday, 24. January 2008, 14:41 Uhr
Ganz unabhängig davon, ob und wann etwas aus dem Bundestrojaner wird, will das bayerische Justizministerium scheinbar auf Nummer sicher gehen und bastelt daher mutmaßlich gleich an einem eigenen Schnüffelprogramm.
Das tolle an dieser Anstrengung: Der Bayerntrojaner ist im Vergleich zu althergebrachten Stasimethoden recht günstig; nur 3500 € soll ein Monat Schnüffelspaß kosten. Da ist doch des Steuerzahlers Obolus gut angelegt.
Nachtrag: Das mutmaßliche Schreiben vom bayerischen Justizministerium gibt es bei WikiLeaks.
Weltatlas vs. Welt
Saturday, 19. January 2008, 9:46 Uhr
125 Jahre wird Carl Dierckes Schulatlas über alle Teile der Erde dieses Jahr alt. Einiges hat sich in der Zeit geändert, und zwar nicht nur das Aussehen. Mittlerweile gibt es sogar ein zum Buche passendes Angebot im Netz.
Bei mir bleibt da nur noch eine Frage offen: Ist der Weltatlas nun wirklich ein Weltatlas? In meiner Ausgabe, der zweiten von rechts, fehlen jedenfalls noch die Färöer …
Hättest Du gewußt, daß …
Tuesday, 15. January 2008, 11:01 Uhr
… die Schwester von John Cusack Joan Cusack heißt?
Mal eben vergessen
Monday, 14. January 2008, 15:58 Uhr
D. P. James war 30 Jahre alt als 1958 verhaftet wurde, weil er im Verdacht stand, seinen Vater angegriffen und mit einem Messer verletzt zu haben. Zunächst kam er ins Gefängnis, wurde dann aber in eine Psychatrische Heilanstalt überführt, von wo er nach einiger Zeit wieder zurück ins Gefängnis kam. Da verweilte er auch fast 50 Jahre lang, ohne daß es jemals zu einem Prozeß gekommen wäre. Man hatte ihn einfach vergessen. Jetzt wurde der mittlerweile 80-jährige wieder auf freien Fuß gesetzt:
James ble fengslet da han var 30 år gammel. Han ble frastjålet sin ungdom og er nå en gråhåret mann på 80 med sviktende syn, sier advokaten.
Häßlicher Bananenklotz mit Filmfunktion
Saturday, 12. January 2008, 18:56 Uhr
Wenn Mobiltelephone mittlerweile schon Photos machen können, warum also nicht gleich ein ganzes Filmstudio hineinpacken? Und man schon dabei ist, warum das Gerät nicht auch noch außergewöhnlich häßlich machen? Das muß sich auch Motorola gedacht haben, anders ist deren aktuelle Neuvorstellung nicht zu erklären.
Tauschen wider die Überwachung
Saturday, 12. January 2008, 10:46 Uhr
Das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, das am 1. Januar diesen Jahres in Kraft getreten ist, macht Schluß mit dem persönlichen Recht auf anonyme Kommunikation. Auf angeblich völlig legalem Wege kann nun jeder dem dämmernden Überwachungsstaat ein Schnippchen schlagen:
Wer trotz des neuen Gesetzes anonym telefonieren möchte, kann durch einen Trick des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung seine Prepaid-Handykarte mit anderen tauschen

